Marc Pircher – Wer wenn nicht du
Fangen wir mit den außermusikalischen Aktivitäten an. Marc Pircher ist:
· Moderator von TV-Shows wie "Grand Prix der Volksmusik“ und "Weihnachten auf Gut Aiderbichl“.
· Tänzer in der ORF-Reihe "Dancing Stars“,
· Schauspieler im TV-Film "Willkommen im Musikhotel“,
· und Skifahrer in der ORF-Dokumentarreihe „Das Rennen“, bei dem 16 Prominente gegeneinander angetreten sind (und das der quirlige Tiroler gewonnen hat).
· Ganz nebenbei vermietet der sympathische Familienvater Ferienwohnungen in seiner Heimatgemeinde Ried im Zillertal.
Angesichts dieser Tätigkeiten und rund 200 Auftritten im Jahr fragt man sich: Wann um alles in der Welt hat der Mann noch Zeit, eine CD aufzunehmen? Er hatte – jetzt! Am 22. Januar erscheint sein neues Album „Wer wenn nicht du“, und die gleichnamige erste Single hatte im Silvester-Stadl Premiere. Und wer, wenn nicht er, bringt mit seiner Zieharmonika und alpenländischen Melodien die Menschen generationenübergreifend dazu, in kürzester Zeit auf den Tischen zu tanzen? Da macht auch das vorliegende Album mit Titeln wie „A bissl was geht alleweil“ und „Dirndl Necken“ keine Ausnahme.
Und doch ist etwas anders diesmal. Dazu muss man wissen, dass volkstümliche Klänge von deutschsprachigen Radiostationen immer seltener gespielt werden. Wenn ein Künstler sich mit seiner Harmonika also im Funk Gehör verschaffen möchte, tut er gut daran, sich anzupassen, sprich „moderner“ zu werden. Und hier gehen Marc Pircher und seine Produzenten den Königsweg, wie wir meinen: Modern, aber ohne sich zu verbiegen und seine Herkunft zu verleugnen. Das Ergebnis sind Titel wie „Non stop zu dir“ und „Wie ein Leuchtturm“, aber auch die schon zitierte Single-Auskopplung „Wer wenn nicht du“. Allen gemeinsam ist, dass sie rhythmisch Anleihen nehmen bei modernen Popschlager-Produktionen, die Zieharmonika als tragendes Element aber nicht fehlen darf. Beim Titel „Verliebt bis über beide Ohren“ hat man es mit der Modernität und Textpassagen wie „Mayday, ich bin verlor‘n“ vielleicht etwas übertrieben, aber der Versuch ist geglückt, und wir wünschen Marc, dass er es mit diesen Titeln in die Gehörgänge möglichst vieler Radioredakteure schafft!
Die seiner zahlreichen Fans wird er garantiert erreichen – dazu tragen auch wunderschöne Balladen bei. Hervorgehoben seien „Jetzt bist da“, eine ergreifende Hymne an seine Tochter Anna, und "Wahre Liebe", ein hoch emotionales Duett mit Francine Jordi, DER Stimme aus der Schweiz. Beider Stimmen harmonieren prächtig, und wenn wir nicht wüssten, dass Francine und Marc anderweitig vergeben sind, würden wir ihnen sofort abnehmen, auch im wirklichen Leben ein Paar zu sein.
Daumen nach oben also für Marc Pircher – er ist mit Tradition in der Moderne angekommen!
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