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Nik P. – "Ohne wenn und aber"

22. September 2017

Cover Nik P. Ohne Wenn und Aber

Nik P. hat es sich mit seinen Songs, die stets das gewisse Etwas haben, auch auf seinem neuen Album zwischen den Stühlen sehr gut eingerichtet.

In Interviews erklärt Nik P. gern, dass er mit seiner Musik zwischen den Stühlen sitze. Vor allem in Deutschland, wo er anders als in seinem Heimatland Österreich noch nicht als Superstar etabliert ist, würde sein ganz persönlicher Stilmix von den Schlagerfans als zu rockig und von den Rock/Pop-Fans als zu schlagerhaft empfunden. Und bei den Medien setze sich das Problem fort, auch hier sei er für den einen Sender zu poppig, für den anderen zu schlagerlastig.

Nik P. Foto Moritz "Mumpi" Künster

Das ist wirklich schade, denn auch sein neues Album, „Ohne wenn und aber“, mit dem Nik P. nun sein 20-jähriges Jubiläum feiert, ist eine Ansammlung von grandiosen, wohlkomponierten Songs, die sofort ins Ohr gehen und dort auch bleiben.

Denn Stücke von Nik P., der am 6. April 1962 als Nikolaus Presnik in Friesach im österreichischen Bundesland Kärnten geboren wurde, haben stets das gewisse Etwas, das sie aus der Masse heraushebt. Und dieses Talent hatte er schon immer, was etwa das letzte Nik P.-Album, „Da oben #16“ eindrucksvoll unter Beweis stellte, für das der Österreicher mit Neuaufnahmen seiner in Deutschland noch nicht so bekannten Songs glänzte.

Nik P. Foto Moritz "Mumpi" Künster

Ein perfektes Beispiel für die Songwriterqualitäten von Nik P. auf dem neuen Album, seinem ersten regulären Studioalbum seit „Löwenherz“ von 2014, ist gleich der Eröffnungssong der CD, „Der Ring“, zugleich die erste Singleauskopplung. Hier trifft eine raffinierte Melodieführung auf einen Text, der mit einfachen, aber eben nicht abgenutzten Worten die Magie der Liebe und einer Partnerschaft fürs Leben auf den Punkt bringt, wenn Nik P. singt: „Dieser Ring hat kein Ende so wie die Liebe ewig ist“. Diese kongeniale Verbindung von Text und Musik prägt auch die anderen Songs, etwa wenn er bei der zur Powerballade anschwellenden Nummer „Alles geht vorbei“ mit bewegenden Worten vom Abschiednehmen, Vergänglichkeit und dem Fortleben in der Erinnerung spricht – und dabei poetisch in der Schwebe lässt, ob es sich dabei um eine verlorene Liebe oder den Verlust eines geliebten Menschen handelt.

Nik P. Foto Moritz "Mumpi" Künster

Mindestens genauso beeindruckend wie die textliche Exzellenz ist die Breite des stilistischen Spektrums, das Nik P. auf „Ohne wenn und aber“ wieder einmal abdeckt, ohne dabei ins Beliebige abzugleiten. So stehen Dancefloor-Tracks mit Elektronik-Einsprengseln wie „Dieser Typ“ neben traditionell arrangierten Songs wie „Kein Tag ohne dich“, wo zunächst Reggae-Feeling aufkommt, bevor für den Refrain ein hartes Rockbrett gebohrt wird. Auch „Sonnenkinder“ punktet mit einem Liveband-Feeling sowie knackigen Bläsersätzen, und das rockig-soulige „Ein Hoch auf unser Leben“ stampft unweigerlich nach vorn.

Letztlich ist dieser Sound, den Nik P. für sich gefunden hat, in dem er Gitarren und Dance-Elemente, Schlager und Rock/Pop miteinander verbindet, genau das, was ihn so unverwechselbar und einmalig macht. Manchmal sitzt man zwischen zwei Stühlen eben doch am besten.

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(Fotos Nik P.: Moritz "Mumpi" Künster)

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