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voXXclub – „Donnawedda“

05. Januar 2018

voXXclub Cover Donnawedda

Auf ihrem vierten Album kehren Voxxclub zu ihren volksmusikalischen Anfängen zurück und verlieren moderne Pop-Musik doch nie ganz aus dem Blick.

Die fünf voXXclubber sagen selber, dass ihr bereits viertes Album zugleich einen Schritt zurück wie auch einen nach vorn bedeutete. Und dass trifft es ziemlich gut. Betrachtet man die erstaunliche Karriere der Formation, so war das 2013 erschienene Debütalbum „Alpin“ vor allem der (erfolgreiche) Versuch, Volksmusik zu verjüngen. Auf den beiden nachfolgenden Longplayer, „Ziwui“ (2014) und „Geiles Himmelblau“ (2016), vollzogen voXXclub eine (nicht minder geglückte) Hinwendung zum Pop.

voXXclub Foto BMC

Doch vor den Aufnahmesessions zum neuen Album, „Donnawedda“, setzten sich die fünf Voxxclub-Mitglieder – Florian Claus, Stefan Raaflaub, Korbinian Arendt, Christian Schild und Michael Hartinger – sowie ihr Entdecker, Produzent und Manager Martin Simma zusammen, um zu überlegen, wie es musikalisch weitergehen sollte mit der Band. Dabei entstand das eingangs erwähnte Motto: ein Schritt zurück, ein Schritt nach vorn. Denn man war zu dem Schluss gekommen, sich wieder auf die volksmusikalischen Wurzeln zu besinnen, weswegen nun ein stolzer „100 Prozent Volksmusik“-Sticker auf den CDs pappt.

voXXclub Foto BMC

Doch zugleich wollte man den Sound der Band weiterentwickeln, ihn behutsam modernisieren. Dafür wurden als zusätzliche Produzenten Matze Roska und Olaf Opal (Juli, Sportfreunde Stiller, Klee, die Sterne) an Bord geholt. Und was auf dem Papier wie ein Plan auf dem Reißbrett aussieht, funktioniert auf dem fertigen Album, das völlig organisch und wie aus einem Guss klingt. So sind bei den Melodien, Songstrukturen und vor allem bei der Konzentration auf die fünf miteinander harmonierenden Stimmen die Einflüsse der Volksmusik wieder stärker zu vernehmen. Das prägendste Instrument auf dem Album ist dann auch das Akkordeon, das mal als Begleitinstrument, mal als Leadstimme und mal als treibender Riffträger zum Einsatz kommt. Dahinter finden sich jedoch moderne Beats, bisweilen durchzieht eine durchgehende Bassdrum, wie man sie aus der Dance-Musik kennt, die Songs.

voXXclub Foto BMC

Allerdings bleibt Stücke wie „Spitzenmadl“, der wohl poppigste Track des Albums, die Ausnahme im neuen voXXclub-Sound. Denn es sind die alpinen Elemente wie etwa das Jodel-Intro bei der Ballade „Jahr für Jahr“ oder die Stimmführung im nach wie vor atemberaubenden Satzgesang, die das Album ausmachen. Und auch die Aussage, die frohe Botschaft von voXXclub, hat sich nicht geändert: Es geht um die selbstbewusste Lebensfreude („Scheiß dir nix und mach des, was du machst“, heißt es auf den Punkt gebracht im eröffnenden Titelsong der CD), das ewige Werben der Burschen um die Dirndl (man höre etwa „Lass es regnen“, in dem eine aufreizende Frauenstimme Jungs in Lederhosen „so sexy“ findet) und die Sehnsucht nach der unverfälschten Natur, wie es sie nur in den Bergen, hoch droben auf dem Gipfel gibt.

Nein, voXXclub haben es nicht verlernt, wie man Freude, Spaß, Lust und Leidenschaft musikalisch umsetzt und überzeugend rüberbringt. Sie machen das auf ihrem vierten Album sogar noch konsequenter als jemals zuvor. voXXclub mögen einen Schritt zurückgegangen sein, aber unterm Strich haben sie mit „Donnawedda“ einen riesigen Schritt nach vorn getan.

Hier können Sie die CD „Donnawedda“ von voXXclub direkt bestellen:


(Fotos voXXclub: BMC)

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