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CD-Tipp der Woche Fernando Express - "Pretty Flamingo"
Nach dem Motto „Alles bleibt anders“ beglückwünschen wir die Truppe um Bandgründer Josef Eisenhut mit ihren neuen Produzenten Werner Schüler und Norbert Beierlein samt neuer Plattenfirma für ein wirklich gelungenes Stück Lebensfreude!
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Jens Bogner

Magdalena Steiner: "Jetzt ist er endlich bei mir, Jens Bogner. Ich freu mich sehr, Sie im Studio begrüßen zu dürfen."

Jens Bogner: "Ich freu mich auch!"

Steiner: "Danke schön, dass Sie hier sind. Sie haben bestimmt viel um die Ohren, also Fernsehauftritte, Bühnenauftritte. Dann schreiben Sie meistens auch die Songs selber und Sie sind den Fans immer ganz nah und nehmen bei Fanclub-Treffen teil. Wie bekommen Sie das denn immer alles unter einen Hut?"

Bogner: "Es geht schon. Man muss sich die Zeit auch einfach nehmen. Mit den Fans ist es so, man verbindet halt viel. Wenn ich Auftritte habe und die Fans reisen an, dann mach ich das schon so, dass ich mich mal mit ihnen zusammensetze und unterhalte."

Steiner: "Die Songs schreiben Sie größtenteils selber. Wie darf man sich das vorstellen, setzt man sich da einfach an das Klavier und sagt sich, okay, jetzt ist wieder Zeit, jetzt muss ich einen Song herausbringen? Oder woher kommt die Inspiration?"

Bogner: "Ich arbeite nicht nach Termin. Also irgendwie, wenn ich der Meinung bin, ich glaube, ich hab eine gute Idee, das kann sogar im Auto passieren, dann nehme ich schnell das Diktiergerät um es aufzunehmen. Es ist einfach so von der Inspiration her, dass es einfach aus mir herauskommen muss. Ich kann mich nicht einfach irgendwie hier hin setzen und sagen, so jetzt musst du aber einen Titel schreiben, das funktioniert bei mir gar nicht."

Steiner: "Sind da hauptsächlich Ereignisse wo man sagt, okay, jetzt bin ich verliebt und jetzt sprießt es nur noch von Ideenreichtum oder traurige Gegebenheiten?"

Bogner: "Das kann ganz hilfreich sein, wenn man gerade irgendwie ein Erlebnis hatte und Emotionen in sich hat. Im Endeffekt muss Musik Emotionen transportieren und vermitteln und man möchte ja das Publikum auch berühren. Das Publikum spürt, dass das authentisch ist und dass man das auch fühlt, was man singt. Dann ist das schon sehr wichtig."

Steiner: "Jetzt sind wir schon beim Thema Liebe. Hier ist Ihre aktuelle CD, Jens Bogner „Immer noch ich“ heißt sie und 14 Titel sind drauf. Hauptsächlich Songs über Liebe und auch Freundschaft. Wie wichtig ist es Ihnen, darüber zu singen?"

Bogner: "Sehr wichtig. Ich mein, fast alle singen zwar über Liebe. Es ist halt ein ergiebiges Thema und mit Liebe kann jeder was anfangen. Ich hab aber trotzdem darauf geachtet, dass nicht nur Liebeslieder drauf sind. Ich hatte dann den Einfall, auch mal ein Lied über Freundschaft zu machen. Es gibt sehr wenige Lieder über Freunde oder Freundschaften und dadurch diese Idee und da ist dann „Kein Lied über Liebe“ draus geworden."

Steiner: "Da geht es um Freundschaft, aber auch eine tolle Freundschaft, eine beständige Freundschaft. Ich hab schon reingehört. Das ist aber, wie Sie schon vorher gesagt haben, Gegebenheit. Dann kommt man auf Songs und die inspirieren dann einen. Ist das jetzt bei diesem Fall, diesem Song, so gewesen? Okay, ich will definitiv keinen Song über Liebe schreiben, deshalb wird’s Freundschaft oder wie kam es zu diesem Song speziell?"

Bogner: "Also meistens ist es bei mir immer erst die Melodie. Ich bin nicht einer, der zuerst den Text schreibt und dann die Melodie hinbiegt. In meinem Fall versuch ich, die Melodie auf mich wirken zu lassen, die Stimmung aufzusaugen und dann zu sagen, okay, was hast’ jetzt hier für einen Text. In dem Fall hab ich einfach gedacht, nee, mal weg von diesen Liebesliedern, so nach dem Motto: Ich geh zu zweit ins Bett und wach morgens alleine auf. Das sind Texte, die hat man doch ab und zu und ich wollte, wie gesagt, einfach mal was anderes machen. Ich halte es auch für sehr wichtig. Es gibt Künstler, die machen dann so sozialkritische Texte, das ist nicht so ganz mein Ding. Das macht Grönemeyer und wie sie so alle heißen. Aber wie gesagt, man will einfach auch eine Vielfalt zeigen."

Steiner: "Was mir aufgefallen ist, toll produziert die CD und von hoher Qualität und zwar vom Anfang bis zum Ende durch. Setzen Sie sich selber diesen hohen Standard?"

Bogner: "Ja, also der Standard muss da sein. Es gibt so viele Produktionen, die tagtäglich auf den Markt kommen und man will sich einfach davon, von diesem Massenprodukt, abheben. Ich bin auch kein Künstler, der jedes Jahr eine CD macht. Bei mir kann es schon mal zwei, vielleicht schon mal drei Jahre dauern, weil ich einfach der Meinung bin, wenn ich was Gutes habe, wenn die CD stimmt, von vorn bis hinten, dann kann ich sie veröffentlichen. Und die war stimmig und die kam dann eben auf den Markt."

Steiner: "Was mich fasziniert hat: Ich habe auf Ihrer Homepage rumgestöbert und da habe ich gesehen, die wichtigste Charaktereigenschaft, Ihrer Meinung nach, ist die Natürlichkeit, im Showgeschäft aber auch menschlich gesehen. Ist das nicht ein bisschen schwer umzusetzen, auch gerade im Musikbusiness?"

Bogner: "Sehr schwer, klar. Kaum einer gibt sich im Fernsehen so, wie er wirklich ist. Jeder versucht seine Schokoladenseite zu zeigen. Ist auch ganz normal, aber ich denke, was ich vorhin schon sagte, man muss authentisch sein. Es bringt nichts, irgendwie was vorzuspielen, der ich gar nicht bin. Ein gutes Beispiel ist auch was meine Texte angeht. Ich würde nie singen, dass ich an der Bar stehe, ein Glas Whisky in der Hand und eine Zigarette rauche, denn ich rauche nicht, ich trinke nicht und treib mich nicht in Bars rum. Also das wäre nicht ich. Und wenn das Album schon heißt „Immer noch ich“, dann soll es einfach auch zeigen, das ist eine Jens Bogner-CD. Das, was ich da zeige, singe heißt nicht immer, dass ich das unbedingt so erlebt habe. Es ist nicht immer alles nur privat. Aber es ist einfach doch persönlich und ist aus meinem Leben."

Steiner: "Dankeschön derweil. Also, wir haben schon viel über Jens Bogner und sein aktuelles Album erfahren. Gleich gibt es noch mehr, er bleibt noch ein bisschen bei mir im Studio, aber zuvor gibt es wieder Musik und zwar von Schlagerfeuer." _______________________________________________________________________

Steiner: "Jens Bogner, immer noch zu Gast bei mir in „Schlager XXL“. Wir haben uns derweil ein bisschen weiter unterhalten und sind auch auf das „Du“ gestoßen. Wir haben uns vor allem über deine brandneue Single ein bisschen unterhalten können, „Die Zeit beginnt“, und das ist ein Weihnachtssong, allerdings dein allererster."

Bogner: "Der allererste und ich mach seit Jahren schon CD´s und nehme Titel auf, aber es war mal an der Zeit, ja!"

Steiner: "Wie war es für dich im Studio zu stehen?"

Bogner: "Überhaupt nicht weihnachtlich. Wir haben den Titel im Sommer aufgenommen, da muss man sich erstmal in diese weihnachtliche Stimmung versetzen."

Steiner: "„Die Zeit beginnt“ ein wunderschöner Weihnachtssong von Jens Bogner. Gestern war der erste Advent. Wie verbringst Du denn die Adventszeit und wie wichtig ist Dir das?"

Bogner: "Schon besinnlich und es ist mir auch wichtig, muss ich sagen. Irgendwie verbindet man mit Weihnachten oder Advent auch die Kindheit, die Kindheitserinnerungen. Es heißt zwar immer, nach vorne sehen und in die Zukunft schauen, aber warum nicht auch mal ein bisschen an die Kindheit zurück denken."

Steiner: "Das Weihnachtsfest im Kreise der Lieben, Verwandten. Wie läuft das bei dir ab?"

Bogner: "Sicherlich, also auch einfach mit Freunden und mit Verwandten. Nur allein zuhause ist auch nicht so sehr schön, obwohl ich die Einsamkeit genieße. Ich bin auch einer der ganz gern mal allein spazieren geht, oder, gerade auch jetzt in dieser Jahreszeit, wo es dann auch ein bisschen frischer wird, wo man auch wirklich mal rausgeht und nicht nur in der Bude sitzt. Wie gesagt, soziale Kontakte sind einfach wichtig. Ich bin zwar meistens viel unterwegs, aber man freut sich dann trotzdem, wenn man mal wieder allein zuhause sein kann."

Steiner: "Du lässt dich aber von dem Ganzen nicht stressen, oder? Noch schnell Geschenke besorgen und dahin und dorthin."

Bogner: "Nein, ich weiß ja, dass am 24. Dezember Heilig Abend ist und da kann man schon rechtzeitig einkaufen."

Steiner: "Weihnachtszeit! Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Welche Termine stehen denn schon fürs kommende Jahr an?"

Bogner: "Es wird jetzt grad ein bisschen ruhiger, dass heißt aber nicht, dass ich gar nichts mache. Das heißt, Januar und Februar bin ich auf Musical-Tournee. Das mach ich jetzt zum dritten Mal. Als das Angebot kam, wusste ich gar nicht, soll ich es machen, soll ich es nicht machen. Und mir gefällt es sehr gut, ist mal was ganz anderes. Ich bin auch nicht als Sänger gefordert, sondern mehr als Schauspieler, das heißt viele Dialoge und kaum Titel die ich singe. Ich bin auch gedanklich schon wieder bei neuen Titeln, ein neues Album vorzubereiten. Und wenn ich sage, nach dem Album ist vor dem Album. Mal schauen was noch weiter kommt."

Steiner: "Also bis vor Kurzem standest du auf der Theaterbühne mit dem Erfolgsmusical „Phantom der Oper“. Ist es auch das, wo es jetzt weitergeht?"

Bogner: "Ja."

Steiner: "Alle anderen Termine dürfen Sie, liebe Zuschauer, wahrscheinlich auf der Homepage von Jens Bogner erfahren."

Bogner: "www.jensbogner.de, ganz leicht zu merken!"

Steiner: "Da gibt es aber noch viel mehr, wenn Sie wollen, schauen Sie auf jeden Fall rein. Unsere Zeit ist leider schon zu Ende. Vielen, vielen Dank, dass du da warst und hoffentlich bis nächstes Jahr."

Bogner: "Danke auch, bis bald."

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