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„KULT“: Zeitschriften der 70er & 80er

Zeitschrift Bravo

Erinnern Sie sich noch an die Zeit, in der Zeitschriften noch einen ideellen Wert hatten? Und nicht einfach als eBook aufs iPad geladen werden konnten? Nicht? Moderator Willi Arsan nimmt Sie gerne auf diese besondere Zeitreise mit.

Man wartet sehnsüchtig auf die nächste Ausgabe. Das konnte eine Woche dauern, oder bei bestimmten Zeitschriften auch einen Monat. Sie beinhalteten Wissen, Storys oder Poster von den angesagtesten Stars. In den 70er und 80er Jahren waren Zeitschriften so hip wie nie zuvor und hatten zum Teil einen echten Suchtfaktor, viele Zeitschriften-Fans sammelten sogar jede Ausgabe. Und wer beispielsweise auch nur eine BRAVO (Foto oben) verpasst hat, der konnte am nächsten Tag im Freundeskreis überhaupt nicht mehr mitreden.

Sex, Storys und Skandale

Anfangs war sie ein Skandal – Nacktfotos von jungen Menschen, gerade mal 16 Jahre alt. Mit intimen Geständnissen. Aber vor allem die Storys über Weltstars, wie z.B. die Boygroups Backstreet Boys, N’Sync oder Take That waren für die Jugend von damals der Grund, die BRAVO zu kaufen. Und sie war so erfolgreich, dass sie sich bis heute erfolgreich in den Verkaufsregalen gehalten hat. Na, da hoffen wir doch, dass sie nicht „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ eingestampft wird. Nena übrigens auch. Immerhin war sie nicht nur einmal auf dem Cover der deutschen BRAVO.

Cover Knax

Von Superhelden und Sprechblasen

Aber auch bunte Bildchen mit Sprechblasen hatten in dieser Zeit ihren absoluten Höhepunkt: Die Zack Comics gab es beispielsweise von 1972 bis 1983. Meistens riskierten Superhelden ihr Leben, aber auch KNAX, ein Werbecomic, der seit 1974 vom Deutschen Sparkassenverlag produziert und in Sparkassen in Deutschland kostenlos an Kinder und Jugendliche ausgegeben wurde, erfreute sich großer Beliebtheit. Der KNAX-Erfinder Peter Wiechmann erweckte die Figuren Didi, Dodo, Fetz Braun und Langbart zum Leben. Da ist es doch kein Wunder, dass Frank Zander singt „Der komplette Wahnsinn“, oder?

Cover Quick

Klatsch, Tratsch und Crime

Vor allem für die Buben der 80er Jahre war das Wissenschafts-Magazin „Wie geht das“ absolut spannend, weil Themen wie Computer oder Autos auf anschauliche und verständliche Weise erklärt wurden. Viele Teenager gaben dafür ihr ganzes Taschengeld aus. Und erinnern Sie sich noch an die Zeitschrift QUICK (Foto unten) mit Inhalten aus Klatsch, Kultur und Politik? Die QUICK war nach dem Stern lange Zeit das erfolgreichste Magazin am Kiosk. Aufgrund sinkender Verkaufszahlen wandte sich die Quick immer stärker Sex & Crime Themen zu, was den schlechten Umsatz aber nicht verhindern konnte: 1992 wurde sie dann endgültig eingestellt. Da fragte sich Herbert Grönemeyer sicherlich: „Was soll das“?

„KULT“: Zeitschriften der 70er & 80er
Freitag, 15. Februar, 20 Uhr

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