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Pur

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Wer auf deutschsprachige Popmusik steht, kommt an Pur nicht vorbei. Die Alben der Gruppe haben Verkaufszahlen, von denen andere Künstler nur träumen können. Hinzu kommen ausverkaufte Tourneen und eine Fangemeinde, die stetig wächst.
Doch der große Durchbruch ließ erst einmal auf sich warten. Noch während der Schulzeit gründeten die beiden Bietigheimer Gymnasiasten Roland Bless und Ingo Reidl die Band „Crusade“. Hartmut Engler, der bei Reidl Klavierunterricht nahm, sang vor und wurde zum Sänger der Band erkoren. Nach und nach stießen die anderen Mitglieder der Gruppe hinzu: Die Gitarristen Joe Crawford und Rudi Buttas. Von 1980 bis 2010 spielte die Band dann in gleich bleibender Besetzung. Hatte man anfangs überwiegend Coverversionen aufgeführt, experimentierte die Gruppe, um ihren eigen Stil zu finden, sowohl musikalisch als auch textlich. Hartmut Engler verfasste deutsche Liedtexte zu zwischenmenschlichen und gesellschaftskritischen Themen.

Die Band taufte sich von „Crusade“ in „Opus“ um. Aber der neue Name brachte ihnen leider auch kein Glück: Die beiden ersten, aus eigener Tasche, finanzierten Alben („Opus“ und „Vorsicht zerbrechlich“) fanden kein Interesse bei den Plattenfirmen und wurden von der Band selbst auf ihren Konzerten verkauft. Ein Auftritt der Gruppe im Haus der Jugend Ludwigshafen sollte ihnen in besonders schlechter Erinnerung bleiben: Das Publikum war komplett ausgeblieben und so spielten sie einfach vor der Belegschaft. Rudi Buttas sagte in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung: „Diese Zeiten haben die Band auch sehr geprägt, weil wir da zusammengewachsen sind und nicht aufgegeben haben.“
Als die gleichnamige österreichische Rockband mit „Live is Life“ 1985 auch in Deutschland großen Erfolg hatte, fiel die Entscheidung sich in „Pur“ umzubenennen. Vielleicht lag es am neuen Namen oder daran, dass man endlich begann von ihnen Notiz zu nehmen: 1986 wurde die Band Bundesrocksieger. Eine Live-Aufnahme des Liedes „Drachen sollen fliegen“ wurde auf der Dokumentations-LP „Deutscher Rockpreis 1986“ veröffentlicht. Ein Jahr später erhielten sie mit dem Titel „Hab’ mich wieder mal an dir betrunken“ ihren ersten Plattenvertrag bei Intercord. Pur veröffentlichte zwei Alben: „Pur“ wurde von der Band selbst produziert, für „Wie im Film“ wurde von der Plattenfirma F. Ferdinand Förster als Produzent beauftragt. Ihr erster großer Radiohit hieß „Funkelperlenaugen“. 1989 gewannen Sie den „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“. Mit dem Album „Unendlich mehr“ schafften sie es erstmalig in die deutschen Charts. Ein Jahr darauf landeten sie mit „Lena“ einen Hit in den Single-Charts. Ende des Jahres erschien das Album „Nichts ohne Grund“ und Hartmut Engler wurde mit dem Fred-Jay-Textpreis ausgezeichnet. Es folgen erfolgreiche Konzerttourneen, weitere Alben werden veröffentlicht. 1995 erhalten sie den Echo.

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Mit ihrem Album „Abenteuerland“ avancierten sie zur erfolgreichsten deutschen Popband. Es bescherte ihnen 1996 erneut den Echo. Auftritte in wichtigen TV-Shows und eine große Open-Air-Tournee schlossen sich neben Auszeichnungen wie z.B. der Goldenen Stimmgabel in Platin an. 1998 erschien das Album „Mächtig viel Theater“, das noch im gleichen Jahr mit Doppel-.Platin ausgezeichnet wird. Im September 2000 wurde das von der Band selbst produzierte Album „Mittendrin“ veröffentlicht. Im Oktober startete die gleichnamige, bereits vor Beginn ausverkaufte Tournee, bei der sich die Band mit einer zentral gelegenen Rundbühne inmitten ihrer Fans platzierte. 2001 erhielt Pur den Echo als beste nationale Popband. Legendär wurden ihre beiden Konzerte im August 2001, mit denen sie das neue Gelsenkirchener Fußballstadion „Auf Schalke“ zusammen mit über 100.000 Fans musikalisch einweihten. Dieses Ereignis wurde auch filmisch dokumentiert und als DVD veröffentlicht.
Das Album „Hits Pur – 20 Jahre eine Band“ demonstrierte nicht nur die Erfolge der Band, sondern wurde auch selbst ein großer Erfolg. Es hielt sich fünf Wochen auf Platz eins der Album-Charts. 2004 wurde Pur dann zum vierten Mal mit dem Echo ausgezeichnet. In diesem Jahr hatte Pur viele Songs klassisch umarrangiert und mit großem Orchester aufgenommen. 2006 kam das Album „Es ist wie es ist“ auf den Markt und im März 2007 bekamen sie wieder den Echo in der Kategorie „Beste Rock/Pop Gruppe national“. 2007 erhielten sie den Hörerlebnispreis„HELIX“. Im September des gleichen Jahres gaben sie wieder eines ihrer grandiosen „Auf Schalke“-Konzerte und wurden dabei von Gast-Künstlern wie Christina Stürmer, John Miles, Purple Schulz & Josef Piek begleitet. Nachdem sie im Jahr 2008 eine Pause gemacht hatten, erschien 2009 wieder ein neues Album, das den Titel „Wünsche“ trug und wieder auf Platz 1 der Charts einstieg. Am 3. Mai 2010 wurde offiziell bekannt gegeben, dass Roland Bless die Band wegen „menschlicher und musikalischer Differenzen“ verlassen hat. Pur macht jedoch unbeirrt weiter, und zum 30-jährigen Bestehen hat sich die Gruppe viel einfallen lassen.

Die offizielle Website von PUR:

http://www.pur.de/

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