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Mary Roos

Mary Roos

Es gibt keine deutsche Sängerin, die so viel erreicht hat wie sie, weshalb sie das Prädikat „Ausnahmekünstlerin“ völlig zu Recht für sich beanspruchen darf.

Mary Roos wurde am 9. Januar 1949 in Bingen am Rhein geboren. Auf die kleine Rosemarie, die im Hotel ihrer Eltern gelegentlich die Gäste mit kurzen Gesangsauftritten unterhielt, wurde schon bald ein Plattenproduzent aufmerksam. Und so veröffentlichte sie bereits mit 9 Jahren ihre erste Single „Ja die Dicken sind ja so gemütlich“. Es folgten unzählige weitere Singles und verschiedene Filmrollen, doch der große Erfolg ließ noch auf sich warten. Mary Roos nahm an Gesangs- und Talentwettbewerben teil, sang auf Schlagerfestivals und veröffentlichte mit dem Dresdner Mozart Chor ihr erstes Album „Die kleine Stadt will schlafen geh’n“.

Mary Roos

Ende der 60er Jahre heiratete sie den Franzosen Pierre Scardin, der in den nächsten Jahren ihr Manager wurde. 1970 gelang der Künstlerin mit „Arizona Man“ endlich der Durchbruch. Der Song stammte aus der Feder von Giorgio Moroder und wurde von Michael Holm produziert. Der Titel war 22 Wochen in den Charts und schaffte es bis auf Platz 2. Nach diesem Erfolg ließ das Album – ebenfalls von Michael Holm produziert – nicht lange auf sich warten. Mary avancierte zur zweitbeliebtesten deutschsprachigen Sängerin nach Mireille Mathieu und erhielt 1971 mit „Marys Music“ sogar ihre eigene TV-Personality-Show. Im gleichen Jahr begann ihre Karriere in Frankreich, indem sie an der Seite von Michel Fugain die weibliche Hauptrolle im Musical „Un enfant dans la ville“ spielte.

Mary Roos

1972 erreichte sie mit „Nur die Liebe lässt uns leben“ von Joachim Heider den dritten Platz beim Eurovision Song Contest - das bis zu diesem Zeitpunkt beste Endergebnis für Deutschland. Dieser Erfolg bescherte der jungen Künstlerin auch den internationalen Durchbruch. Unmittelbar nach dem Grand Prix trat Mary Roos als erste deutsche Künstlerin im renommierten Pariser KonzertsaalOlympia“ auf. Ihr französisches Debut-Album erschien und begeisterte die Fachwelt bei der Musikmesse Midem in Cannes. Was keinem deutschen Künstler gelang: Mary Roos war 1976 sogar Stargast bei der Muppet Show. 1977 veröffentlichte sie mit „Mon coeur tu bats“ ihre letzte französische Produktion, da sie beschlossen hatte, sich auf ihre Karriere in Deutschland zu konzentrieren.

Mary Roos

Mitte der 70er Jahre lernte Mary Werner Böhm (Pseudonym: Gottlieb Wendehals) kennen und trennte sich von ihrem Mann und Manager. 1984 nahm sie zum zweiten Mal am Grand Prix für Deutschland teil. Leider schaffte sie diesmal mit dem Titel „Aufrecht geh’n“ von Michael Reinecke und Michael Kunze nur den 13. Platz. Ihre Garderobe sowie die unsicher wirkende Performance werden von der Presse stark kritisiert. So selbstsicher und souverän sie beim Vorentscheid in München wirkte, so nervös und abwesend erschien sie bei ihrem Auftritt in Luxemburg. Angeblich wurde ihr kurz vor dem Auftritt zugetragen, dass ihr Ehemann Werner Böhm sie mit einer anderen Frau betrogen hatte.

Dieser kleine Rückschlag tat ihrer Karriere jedoch keinen Abbruch. Unbeirrt arbeitete Mary weiter mit den erfolgreichsten deutschen Komponisten und Produzenten wie Drafi Deutscher, Ralph Siegel, Dieter Bohlen, Michael Reinecke und Michael Kunze zusammen. Im September 1986 kam ihr Sohn Julian auf die Welt. Drei Jahr später wurde die Ehe mit Werner Böhm geschieden.

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