Jetzt auf Sendung

Alexa Feser – "A!"

10. Mai 2019

Alexa Feser Album Cover 2019

Auf ihrem vierten Album führt Alexa Feser vor, was heutzutage einen Singer/Songwriter ausmacht – und wie man in dem Feld ein echter Meister wird.

Alexa Feser gehört nicht zu den Künstlern, deren Namen man ständig in den Schlagzeilen findet, die permanent in Talkshows oder auf Roten Teppichen anzutreffen sind oder die durch Skandale von sich reden gemacht haben. Wie ihre Kolleginnen Annett Louisan oder Anna Depenbusch gibt es bei ihr vor allem einen Grund, weswegen man die 39–jährige aus Wiesbaden kennt und schätzt: ihre Musik.

Alexa Feser Foto Warner

Stilistisch ordnet man die Enkelin eines Jazzpianisten, die Musikwissenschaften studiert hat, auch als DJ tätig war und 2015 beim deutschen ESC-Vorentscheid „Unser Lied für Österreich“ mit dem Titel „Das Gold von morgen“ einen bleibenden Eindruck hinterließ, gern dem Genre Singer/Songwriter zu.

Das trifft einerseits natürlich zu, denn Alexa Feser schreibt gemeinsam mit ihrem langjährigen Kreativpartner Steve van Velvet ihre Songs selber und war bei ihrem neuen und vierten Album, „A!“ neben Johann Seifert, Matthias Mania und Daniel Großmann auch als Co-Produzentin für die Aufnahmen mitverantwortlich.

Alexa Feser Tourfoto Warner

Andererseits sollte man bei dem Begriff „Singer/Songwriter“ in ihrem Fall eben nicht an ein verschüchtertes Mädchen denken, das zur akustischen Gitarre ihre leisen Lieder vorträgt, sondern vielmehr an eine selbstbewusste, wenngleich nachdenkliche und Selbstzweifel zulassende junge Frau, deren Instrument das Klavier ist, oder genauer: das Keyboard.

Denn „A!“ ist ein elektronisch angehauchtes Album, das mit seinen sphärischen Klanglandschaften, den R&B-beeinflussten Beats und den durchgängig starken, aber niemals aufdringlichen Melodien im besten Sinne des Wortes als moderne Pop-Musik von heute zu charakterisieren wäre.

Alexa Feser Foto Warner

Doch in einer Hinsicht erfüllt Alexa Feser dann doch die Anforderung, die man gemeinhin an Singer/Songwriter stellt: nämlich tiefgehende, introspektive und poetische Texte zu schreiben. Das ist ihr auf Album Nummer vier besonders gut gelungen. Man spürt, dass Feser über Erfahrungen singt, die sie selber gemacht hat und mit denen man sich deswegen so gut identifizieren kann.

Ich glaube, ich habe viel aufgearbeitet über die letzten Jahre. Daher finden sich in den Songs thematisch viele Fragmente, es betrifft mich wirklich und mein gesamtes Leben bis zum jetzigen Zeitpunkt", erzählt die Künstlerin.

Alexa Feser Foto Schneider Press, Frank Rollitz

Ein perfektes Beispiel dafür ist „Atari T-Shirt“, in dem sie am Beispiel der ersten Schritte mit der eigenen Band auf das Leben zurückblickt und reflektiert, was aus den Träumen von früher geworden ist. Berührend sind auch die Liebeslieder wie etwa das erlösende „Abgeholt“ oder das melancholische „Das Tempo von Rost“.

Feser punktet auch mit einfachen, aber starken Bildern wie „Gold reden“ – ein Song über die Kraft von Freundschaft – oder „1A“. eine liedgewordene Alltagsbeobachtung über die Dinge, die wichtig sind im Leben.

Alexa Feser Foto Schneider Press, Frank Rollitz

Großartig ist nicht zuletzt „Lola rennt“, bei dem die Sängerin aus vielen Filmtiteln einen Text über den Sprung ins eigene Leben destilliert hat.

Und als Zugabe finden sich auf der CD Akustikfassungen von sechs Songs des Albums, die nur mit Stimme und Klavier die Schönheit und die Unmittelbarkeit dieser Stücke zum Ausdruck bringen – in diesem Sinne ist Alexa Feser wahrhaft ein Singer/Songwriter.

Hier können Sie die CD „A!“ von Alexa Feser direkt bestellen:


(Fotos Alexa Feser: Warner und Schneider Press, Frank Rollitz)

Helene_Fischer_das_neue_album2affiliate_bannern_160x600
Sale 468x60
GLTV auf amazon channels