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Calimeros – „Sommerküsse“

27. Juli 2018

Calimeros Cover Sommerküsse

Man kennt und schätzt die Schweiz für viele Dinge. Mittlerweile gehören auch die Calimeros dazu, die wieder ein Album zu ihrem Lieblingsthema vorlegen.

In der Schweiz gehen die Uhren etwas langsamer. Diese (meistens) liebevoll gemeinte Charakterisierung unserer eidgenössischen Nachbarn trifft jedoch auf die Calimeros überhaupt nicht zu. Denn das Trio um Bandgründer Roland Eberhart (1. Foto v. oben) legt nun seit über 40 Jahren ein beneidenswertes Tempo vor: In dieser Zeit sind mehr als 30 Alben erschienen, und seit 2009 ist in jedem Jahr eine CD auf den Markt gekommen – oft sogar mehr, wenn man die Hitzusammenstellungen mitzählt.

Calimeros Roland Eberhart Foto BMC

Und seitdem die Calimeros im Jahr 2014 beim Münchner Schlagerlabel Telamo unter Vertrag stehen, kommen auch ihre deutschen Fans leichter in den Genuss ihrer Alben, was sich auch in den Charts mit zunehmend höheren Platzierungen bemerkbar macht. So erreichten „Schiff Ahoi“ (2016) und „Aloha“ (2017) jeweils Platz zwei (nur die Spitzenposition, die die Calimeros in ihrer Heimat bereits drei Mal belegt haben, blieb ihnen in Deutschland bislang verwehrt).

Calimeros Foto BMC

Bei solch einer hohen Veröffentlichungsgeschwindigkeit ist natürlich die Gefahr groß, dass die Musik darunter leidet, beliebig wird und sich wiederholt. Doch an diesem Punkt greift glücklicherweise ein anderes Schweizer Klischee – nämlich jenes der schweizerischen Präzisionsarbeit, die eben nicht nur für die dort produzierten Uhren, sondern auch die Musik gilt. Denn Roland Eberhart, der auf dem neuen Album „Sommerküsse“ bis auf zwei Titel alle Songs selbst geschrieben hat, (der Albumproduzent Tommy Mustac steuerte ein Lied bei ebenso wie Uwe Busse), ist für seine Gründlichkeit und seine offenbar nie versiegende Kreativität bekannt.

Calimeros Foto BMC

So sind dem Calimeros-Chef auch auf „Sommerküsse“ Stücke gelungen, die sofort ins Ohr gehen, gute Laune machen und Urlaubsstimmung verbreiten. Ähnlich wie auf vorangegangenen Alben ziehen sich auch bei der neuen CD die Themen Urlaub, Sommer und Sonne durch den Longplayer. Und die Calimeros wären nicht die Calimeros, wenn dabei nicht die romantische Urlaubsliebe im Mittepunkt stünde. Ob „Sophia“, „Senorita“ oder „Sterne der Toskana“ – all diese Songs erzählen Geschichten von einer Sommerliebe, etwa vom „spanischen Mädchen mit Feuer im Blut“, wie es Eberhart in „Hasta La Vista Baby“ auf den Punkt bringt.

Calimeros Foto German Popp

Auch musikalisch haben die Calimeros dafür den perfekten Soundtrack gefunden. Immer wieder hört man Flamenco-Gitarren oder Kastagnetten, die dem wie immer modern und zeitgenössisch produzierten Schlager-Sound der Calimeros südländisches Flair verleihen. Ansonsten darf aber getanzt werden, wobei die Schlagergruppe auf Abwechslung und Nuancenreichtum Wert legt. So lockert die Ballade „Nur für dich (ist dieses Lied)“ den Reigen der partytauglichen Sommersongs auf und mit der Midtempo-Nummer „Ich trag dein Bild in meinem Herzen“, dem Schlusssong des Albums, ist den Calimeros ein bezauberndes, zeitloses Liebeslied geglückt.

Wenn in diesem Text von einigen Klischees und Wahrzeichen der Eidgenossen die Rede war (nur die berühmte Schweizer Schokolade und das Schweizermesser haben wir ausgelassen), so ist es eigentlich an der Zeit, die Calimeros selbst ebenfalls zum Nationalheiligtum oder zumindest zum perfekten Botschafter der Schweiz zu erklären. Denn ihre Lieder verkörpern das Beste, was Musik erreichen kann: Sie verbindet die Menschen und macht glücklich.

Hier können Sie die CD „Sommerküsse“ von den Calimeros direkt bestellen:


(Foto Roland Eberhart: BMC;
Calimeros 2. u. 3. Foto v. unten: BMC;
Foto Calimeros unten: German Popp
)

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