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dArtagnan – „In jener Nacht“

22. März 2019

dArtagnan Cover In jener Nacht

Auf ihrem dritten Album, „In jener Nacht“, warten dArtagnan mit einem verstärkten Folk-Instrumentarium auf, haben das Rocken aber nicht verlernt.

Als die Formation dArtagnan nicht zuletzt durch einen spektakulären TV-Auftritt bei Florian Silbereisen gleichsam über Nacht bekannt wurde, hielten sie einige zunächst für einen Abklatsch von Santiano – nur dass statt der Seefahrer-Tpyen von Santiano nun die mittelalterlichen Musketiere bemüht wurden. Doch das stellte sich bald als voreiliger Trugschluss heraus. Denn die drei dArtagnan-Mitglieder waren eine echte Band von Schulfreunden aus dem Raum Nürnberg und keine zusammengecastete Truppe – und vor allem überzeugten sie mit Qualität bei den Studioaufnahmen wie auch auf der Bühne.

dArtagnan Foto Nikolaj Georgiew

Das erste Album, „Seit an Seit“, erreichte 2016 aus dem Stand Platz sieben in den Offiziellen Deutschen Charts und holte Gold; auch das Nachfolgewerk, „Verehrt & verdammt“, war ein gutes Jahr später kaum weniger erfolgreich. Nun liegt Album Nummer drei vor, „In jener Nacht“, und setzt noch einmal einen drauf. Gemeinsam mit ihrem Produzenten Thomas Heimann-Trosien (Schandmaul, Saltatio Mortatis) haben der Sänger und kreative Kopf Ben Metzer, Gitarrist Tim Bernard und der neu zur Band gestoßene Geiger Gustavo Strauß (live unterstützen weitere Musiker die illustre Gruppe) 14 kraftstrotzende Songs aufgenommen, die sofort in die Ohren, aber eben auch in die Beine gehen.

dArtagnan

Anders als Bands wie Schandmaul, Subway To Sally oder In Extremo, die man gemeinhin der Mittelalter-Rockszene zurechnet und die mitunter harten, schweren Rock bis Metal unter ihre Musik mischen, betonen dArtagnan deutlich ihre Folk-Wurzeln, auch wenn es auf dem neuen Album gleichwohl kräftig zur Sache geht. Der Dudelsack und andere traditionelle Folkinstrumente wie die Bouzouki oder die Tin Whistle bleiben präsent und durchziehen mit melodiös-rhythmischen Motiven, Jigs genannt, das gesamte Album. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Violine, wie Ben Metzer ausführt: „Mit Gustavo Strauß an der Geige haben sich uns Welten an neuen Möglichkeiten eröffnet.“ In der Tat bringt der stilistisch vielseitig begabte Musiker neue Facetten in die Musik von dArtagnan – man höre nur sein einfühlsames Spiel auf „Wir haben nichts“.

dArtagnan

Spätestens auf dem neuen Album ist es dArtagnan gelungen, einen eigenen Sound zu finden, wenn E-Gitarre, Bass und Schlagzeug eine harmonische Partnerschaft eingehen mit dem Folk-Instrumentarium und den derb romantischen Texten. Hier finden sich aus der Sagenwelt und der Geschichte inspirierte Songs wie „Chanson de Roland“, „Drei Nymphen“ oder die düstere Kriegserzählung „Wallenstein“, die mit den Gräueln des 30-jährigen Kriegs erschreckend aktuell wirkt.

dArtagnan Foto Nikolaj Georgiew

Und auch Texte wie „Flucht nach vorn“, „Sprengt die Ketten“ oder die archetypische Musketier-Hymne „Einer für alle für ein’“ haben mit ihrem Impetus für Solidarität und Freiheit eine Botschaft, die auch in der Gegenwart nichts von ihrer Dringlichkeit verloren hat. All dies haben dArtagnan in packende, starke Melodien verpackt (wer genau hinhört, kann bei „Pech und Glück“ gar ein Zitat der Filmmelodie aus „Das letzte Einhorn“ entdecken), weswegen die Band bei Florian Silbereisen genauso zuhause ist wie auf den großen Rockfestivals.

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(Fotos dArtagnan oben/unten: Nikolaj Georgiew)

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