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G.G. Anderson – „Summerlove“

06. Juli 2018

GG Anderson Cover Sommerlove

Er hat viele Hits für andere geschrieben, aber G.G. Andersons kann auch für sich selber tolle Titel schreiben – so auch wieder auf seinem neuen Album.

Er hat es nicht verlernt. Auch nach mehr als 1000 geschriebenen Songs (für sich selber und Kollegen wie Heino, Mireille Mathieu, Rex Gildo, Andrea Jürgens, Tony Christie, Engelbert, Roland Kaiser oder Wolfgang Petry) kann G.G. Anderson immer noch tolle Songs schreiben, die sofort ins Ohr gehen und auch eine Geschichte erzählen. Das hört man sofort, wenn man sein neues Album, „Summerlove“ auflegt. Alle 13 neuen Stücke haben das gewisse Etwas, das es braucht, um aus der Masse herauszustechen und sich gegen die Dutzendware abzuheben.

G.G. Anderson Foto Manfred Esser

Die Herausforderung, vor der allerdings ein Künstler wie G.G. Anderson steht, der seine Karriere in den 60er-Jahren bei verschiedenen Beat-Bands begann und beinahe schon alles erreicht hat, was es im Schlagerolymp zu erreichen gibt, liegt vielmehr darin, sich nicht zu wiederholen, sich den Anforderungen der Gegenwart zu stellen und zeitgemäß zu bleiben. Das ist ihm auf der neuen CD zweifelsohne gelungen. Das mag auch an seinen Produzenten Gerd Jakobs und Thorsten Willig gelegen haben, die für die Songs auf „Summerlove“ ein modernes, ansprechendes Sounddesign gefunden haben.

G.G. Anderson Foto Schneider Press/Frank Rollitz

Statt Retro-Schlager zu machen oder vergangene Jahrzehnte abzufeiern (wozu er jedes Recht dieser Welt hätte, schließlich hat der heute 68-Jährige diese Zeit anders als mancher Jungspund, der heute so klingen will, als ob wir immer noch in den 50ern lebten, selber erlebt), hat G.G. Anderson das Album mit Blick auf den Tanzboden produziert. Entsprechend finden sich hier aktuelle Beats und Keyboard-Sounds, aber trotz Einflüssen von Pop und Dance-Musik lässt das Album niemals das Schlager-Feeling vermissen.

G.G. Anderson Foto Manfred Esser

Ein gutes Beispiel dafür ist gleich der Eröffnungssong des Albums, „Goodbye My Summerlove“, bei dem eine Bassdrum auf allen vier Zählzeiten zwar den treibenden Takt vorgibt, aber eine starke Melodie dafür sorgt, dass das Lied eben nicht nur auf der Tanzfläche funktioniert, sondern auch auf der Couch zuhause, wenn man sich an Musik pur erfreuen will. Und dazu gibt auf „Summerlove“ reichlich Gelegenheit. Stücke wie „Immer wenn der Frühling kommt …“, die Ballade „Wenn du willst“ oder die erste Single, „Du hast im Schlaf seinen Namen gesagt“ verraten die absolute Könnerschaft von G.G. Anderson und seinen Partnern, wenn es darum geht, Melodien für die Ewigkeit zu finden.

G.G. Anderson Foto Manfred Esser

Und auch bei den Texten hält G.G. Anderson dieses hohe Niveau spielend. Natürlich geht es immer wieder um die Liebe, aber auch hier zeichnet es einen großen Künstler aus, dass er einem alten Thema immer wieder neue Nuancen abgewinnen kann. Da gibt es Geschichten über den Abschied von einer Sommerliebe, aber auch über das Ende einer Beziehung – oder wie alles anfing: Bei „Das kleine Haus am Meer“ erzählt er etwa von zwei Teenagern und „dieser einen Nacht, in der es geschah“. Gleichwohl ist die Liebe nicht das einzige Thema auf dem Album. Und es ist wohl kein Zufall, dass „Bleib so wie du bist“ den gewichtigen Schlusspunkt der CD setzt. Hier spricht sich G.G. Anderson mit deutlichen Worten gegen den Schönheitswahn aus. Und wenn ihm weiter solche Titel einfallen, dürfen wir uns wohl auf die nächsten 1000 Songs aus seiner Feder freuen.

Hier können Sie die CD „Summerlove“ von G.G. Anderson direkt bestellen:


(G.G. Anderson 1. Foto v. oben, 2. Foto v. unten, Foto unten: Manfred Esser;
G.G. Anderson 2. Foto v. oben: BMC
)

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