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Höhner – „Weihnacht III“

14. Dezember 2018

Die Höhner Cover Weihnacht III

Dass die Höhner nicht nur eine Karnevalscombo, sondern auch eine wunderbare Weihnachtsband sind, unterstreicht ihr bereits drittes Album zum Fest.

Wenn man einmal das Vergnügen hat, sich mit den Höhnern zu unterhalten, kommt man früher oder später auf das Thema Karneval. Und in diesem Zusammenhang ist es der kölschen Traditionsband wichtig zu betonen, dass sie zwar auch eine Karnevalstruppe sind, aber eben nicht nur. Und in der Tat sind Henning Krautmacher (2. Foto v. oben), Hannes Schöner & Co. vor allem eine richtige Band, die melancholische Balladen, emotionale Liebelieder oder kraftvolle Mutmach-Songs genauso gut beherrscht wie Party- und Stimmungshits à la „Viva Colonia“.

Die Höhner Foto BMC

Interessant ist dann ja auch, dass die Höhner in ihrer langen Karriere noch kein richtiges, typisches Karnevalsalbum aufgenommen haben, wohl aber zwei Weihnachtsalben. Und damit noch nicht genug: Denn nach der ersten Liedersammlung zum Fest, der 1996 erschienenen „Höhner Weihnacht – Doheim un üvverall“, und dem 2009 veröffentlichten „Himmelhoch High“ folgt nun gar das dritte Album zum Thema, schlicht „Weihnacht III“ genannt. Es ist eine Mischung aus sieben neuen Studioaufnahmen und sieben Livenummern, die während der Weihnachtstournee im Dezember 2017 in Aachen, Krefeld und Duisburg mitgeschnitten wurden.

Die Höhner Foto Manfred Esser

Dabei fällt es schwer zu sagen, welcher Teil der bessere ist – und vielleicht muss man das auch gar nicht, weil jeder Block – die Studiosongs am Anfang der CD genauso wie die danach folgenden Konzertaufnahmen – für sich genommen und auch im Gesamtkonzept des Albums einfach stimmig und überzeugend sind. So hat die Band als Intro das majestätische „Deborah’s Theme“ von Ennio Morricone (aus dem Film „Es war einmal in Amerika“) ausgesucht, bevor „Das kölsche Hätz“, ein Lied über Glück und Barmherzigkeit, direkt ins weihnachtliche Herz zielt. Und der idyllische Titel „Kinderauge“ mit seiner Erinnerung an die ewige Wahrheit, dass „Freude mehr ist als Geld“, schließt sich nahtlos daran an. Dabei muss es nicht immer ernst zugehen. So ist „Morje“, ein augenzwinkernder, beschwingter Song über all die guten – wie schwer zu haltenden – Vorsätze fürs neue Jahr.

Die Höhner Foto BMC

Ein weiterer Höhepunkt ist das Gleichnis der „Vier Kerzen“, in der Henning Krautmacher als Sprecher einer Parabel zu hören ist, in der ein kleines Mädchen die Hoffnungskerze anzündet, die dann dafür sorgt, dass „Friede, Glaube und Liebe wieder erwacht“. Und das ebenfalls Hoffnung verbreitende Lied „Wir werden sehen“, erinnert daran, dass sich Hannes Schöner als Sänger neben Henning Krautmacher keinesfalls zu verstecken braucht – ganz im Gegenteil.

Die Höhner Foto BMC

Auch die Liveseite bietet besinnliche Momente wie die kölsche Interpretation des Sinatra-Songs über Vergänglichkeit, „It Was A Very Good Year“ (hier „Et wor en jode Zick“) oder die Umkehr-Ballade „Als ich fortging“, aber auch rockig-flockige Töne beim „Rat Pack Medley“ (mit Stücken wie „Santa Claus Is Coming To Town“, „Last Christmas“ oder dem „Jingle Bell Rock“). Selbst die monumentale Leonard-Cohen-Hymne „Hallelujah“, an der sich schon so mancher Sänger verhoben hat, glückt den Höhnern ganz vorzüglich. Ja, vielleicht sollte man nach diesem Album einmal und für alle Zeiten festhalten, dass die Höhner eben nicht nur eine kolossale Karnevalscombo, sondern auch eine wundervolle Weihnachtsband sind.

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(2. Foto v. oben Die Höhner: Manfred Esser;
alle weiteren Fotos Die Höhner: BMC
)

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