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Mark Forster – „Liebe“

16. November 2018

Mark Forster Cover Liebe

Auf seinem vierten Album, „Liebe“, unterstreicht Mark Forster sein Talent, genialische Pop-Melodien mit modernen Beats und Sounds zu verbinden.

Beinahe unbemerkt, ohne großes Getöse, ist er in die Liga der deutschen Pop-Superstars aufgestiegen. Aber man braucht nur einen kurzen Blick auf seine Chartserfolge (einmal Gold, zweimal Doppel-Platin für seine bislang erschienenen drei Alben) oder seine schier endlose Liste an Preisen (unter anderem Echo, 1Live Krone und Deutscher Musikautorenpreis) zu werfen, um sich zu klar machen, wie weit oben Mark Forster inzwischen steht. Das i-Tüpfelchen in Sachen Popularität war wohl sein Mitwirken bei der Vox-Musikshow „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“, an der er einmal als Teilnehmer und dann gar als Moderator mitwirkte (bevor ihn im nächsten Jahr Michael Patrick Kelly in dieser Rolle ablöst).

Mark Forster Foto BMC

Und es war bei den Sendungen von „Sing meinen Song“, als ihn seine Kollegen immer mit den Worten lobten, wenn er ihre Lieder interpretierte, nun hätte er die Stücke „verforstert“. In der Tat hat der 34-jährige Deutsch-Pole das seltene Talent, fremde, aber natürlich auch die eigenen Songs in einem ganz eigenen Stil vorzutragen, den man sofort erkennt. Mark Forster hat ein nahezu genialisches Gespür für eingängige Melodien, die er in höchst moderne Arrangements packt, ohne dabei avantgardistisch oder verkopft zu wirken.

Mark Forster Foto BMC

Das gilt für sein viertes Album, „Liebe“, sogar noch stärker als die drei Vorgänger. Jeder Song bleibt sofort beim ersten Hören hängen, während zugleich die HipHop-beeinflussten Beats und die dynamischen Arrangements mit ihren Breaks und Laut/Leise-Wechseln noch etwas mehr in den Vordergrund gerückt sind. Aber obwohl Forster in den Strophen seine Vortragsweise bisweilen beinahe auf Sprechgesang reduziert und der Rapper Sido, mit dem Mark Forster 2014 den Überhit „Au Revoir“ hatte, auch auf dem neuen Album zu hören ist (beim flotten, unterhaltsamen Track „Danke“), ist die Musik auf „Liebe“ letztlich doch Pop reinsten Wassers – unverbraucht und unwiderstehlich.

Mark Forster Foto BMC

Und die Kunst, wie Mark Forster auf der musikalischen Ebene programmierte Beats mit groovigen akustischen und E-Gitarren zusammenbringt, also zwei scheinbar unvereinbare Welten harmonisch zusammenführt, gilt auch für die Texte. Was auf den ersten Blick als leichtfüßig Schilderungen von Befindlichkeiten daherkommt, entpuppt sich, wenn man genauer hinhört, als tiefgründige Reflexionen über die Suche nach Glück („Irgendwann happy“) oder verpasste und genutzte Chancen („Einmal“, „Was du nicht tust“), ohne dabei verkrampft nach Sinnsuche oder philosophisch verschwurbelt zu klingen.

Mark Forster Foto BMC

Nein, Mark Forster ist auch bei den Texten ganz in seinem Element, wenn er offenbar autobiographisch Erlebtes in allgemein gültige Erkenntnisse und kleine Lebensweisheiten verpackt. Dabei gelingen ihm sprachlich immer wieder schöne Bilder, wenn er im Song „194 Länder“ von eben diesen vielen Ländern singt, aber einem alten Schlager-Diktum folgend dann seiner Liebsten sagt: „Aber dich gibt’s nur einmal für mich“.

Und auch einen wie Mark Forster gibt es derzeit nur einmal. Mit seinem vierten Album ist ihm ein echter Geniestreich gelungen, der es noch schwerer machen dürfte, Mark Forster zu übersehen, so unauffällig und skandalfrei dieser auch agiert. Denn mit dieser Platte hat er seinen Status als archetypischer deutscher Popstar des 21. Jahrhunderts noch einmal untermauert.

Achtung: Gute Laune TV präsentiert das Konzert von Mark Forster am 12. Juli 2019 in Husum. Alle Infos dazu findet Ihr hier.

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(Fotos Mark Forster: BMC)

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