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Ross Antony – „Schlager lügen nicht“

08. März 2019

Ross Antony Cover Schlager lügen nicht

Die Mensch gewordene Stimmungskanone Ross Antony gibt auf dem neuen Album, „Schlager lügen nicht“, sogar noch mehr Vollgas als zuvor.

Man kennt und schätzt Ross Antony als Stimmungskanone – wenn er auf einer Bühne oder bei einer Fernsehshow auftaucht, herrscht schlagartig gute Laune, es darf gelacht werden und der Alltag ist nur noch eine ferne Erinnerung. Die große Kunst für einen Sänger besteht allerdings darin, diese Euphorie auch im Tonstudio einzufangen und auf Platte zu bannen – ohne visuelle Unterstützung, ohne Mimik oder Gestik, allein durch die Stimme und die Musik.

Ross Antony Foto Andre Weimar

Und die erstaunliche Karriere des 1974 geborenen Engländers zeigt, dass ihm das wieder und wieder gelingt. Schon bei der Formation Bro’Sis, mit der er 2001 die RLT-II-Castingshow „Popstars“ gewonnen hatte, war Ross Antony immer der Clown, doch erst als Solist konnte er dieses Unerhaltungstalent auch in seiner Musik ausleben. Auch wenn er etwa mit dem Weihnachtsalbum „Winterwunderland“, das er 2014 mit seinem Ehemann Paul Reeves aufgenommen hat, unter Beweis stellte, dass er ein facettenreicher und ausdrucksstarker Sänger ist, so waren es doch seine Schlageralben, mit denen er – im besten Sinne des Wortes – für Furore sorgt.

Ross Antony Foto BMC

Denn auch auf „Schlager lügen nicht“ (ein Wortspiel, das auf dem Album enthaltenen Michael-Holm-Klassiker „Tränen lügen nicht“ basiert) werden in der großen Spaßschlacht keine Gefangenen gemacht. Vom ersten bis zum letzten Stück gibt Ross Antony, der über seine Tätigkeit als Musicaldarsteller Ende der 90er-Jahre nach Deutschland kam, Vollgas – wobei er das Gaspedal noch härter durchtritt als beim letzten Album, „Aber bitte mit Schlager“.

Ross Antony Foto BMC

Denn alle 15 neuen Songs, allesamt zündende Versionen von bekannten Schlagerhits wie „Liebeskummer lohnt sich nicht“ oder Evergreens à la „Volare“ zielen mit einer durchgehenden Bassdrum und einer modern-zeitgemäßen Produktion gnadenlos auf die Tanzfläche. Altgediente Schlager-Dauerbrenner wie „Fiesta Mexicana“ (im Original von Rex Gildo) oder „Anita“ (von Costa Cordalis) werden durch den Dance-Wolf gedreht und erweisen sich nun als erstklassige Party-Tracks. Auch Pop-Songs wie das einst von Olivia Newton-John gesungene und dann von Ireen Sheer auf Deutsch aufgenommene „Xanadu“ oder der NDW-Evergreen „1000 und 1 Nacht“ von Klaus Lage verwandeln sich unter den kundigen Händen von Ross Antony und seinem Kreativteam in Stimmungshits, die einfach nur Spaß machen. Wer Musik zum Träumen und Schmusen sucht, wird auf diesem Album nicht fündig.

Ross Antony Foto BMC

Dennoch verbirgt sich hinter all den Gute-Laune-Liedern eine klare, lebensbejahende Botschaft, dass man nämlich sein Leben leben und an sich glauben soll. So ist es wohl kein Zufall, dass der erste und letzte Titel auf dem neuen Album besondere, programmatische Songs sind. „Ich bin wie ich bin“ ist die deutsche Fassung des zur Schwulenhymne avancierten Tracks „I Am What I Am“ von Gloria Gaynor, in dem der sich stets offen zu seiner Homosexualität bekennende Künstler singt: „Ich bin, was ich bin und das ist kein Geheimnis“. Und auch der Schlusssong, neben dem unsterblichen „Y.M.C.A.“ von Village People der einzig auf Englisch gesungene Song auf der CD, hat für Ross Antony eine besondere Bedeutung. Denn „The One And Only“ von Chesney Hawkes aus dem Jahr 1991 trug für den Teenager Ross Antony mit Zeilen wie „I’m the one and only, nobody I’d rather be“ zur Identitätsstiftung bei. Und es sind Kraft und Überzeugung, die man auch als Stimmungskanone braucht, um glaubwürdig und authentisch zu sein.

Hier können Sie die CD „Schlager lügen nicht“ von Ross Antony direkt bestellen:


(Foto Ross Antony oben: Andre Weimar;
alle weiteren Fotos: BMC
)

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