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Stimmen der Berge – „Weihnachten bei uns Zuhaus“

17. November 2017

Stimmen der Berge Cover Weihnachten bei uns Zuhaus

Die Stimmen der Berge haben ein klassisch-traditionelles Weihnachtsalbum aufgenommen, das dennoch modern klingt und nicht im Klischee steckenbleibt.

Weihnachten in den Bergen – es gibt kaum eine Vorstellung des Christfests, die romantischer sein könnte: schneebedeckte Bergkuppen, ein tiefverschneites Tal, droben in der Berghütte brennt ein einsames Adventlicht und dazu erklingen wie aus himmlischen Sphären weihnachtliche Gesänge. Und diese Musik könnte von den Stimmen der Berge stammen, dem 2014 gegründeten, jungen Vokalquintett, das nicht ganz zu Unrecht gern als die „Boygroup der Volksmusik“ bezeichnet wird.

Stimmen der Berge Foto German Popp

Und trotz ihres jungen Alters meistern die fünf Stimmen der Berge – Benjamin Grund, Thomas A. Gruber, Stephan Schlögl (alle Tenor), Daniel Hintenberger (Bariton) und Simon Käsbauer (Bass) – die entscheidende Herausforderung, die hinter so einem Projekt steckt: nämlich bei der Umsetzung eines Weihnachtsalbums in der besagten alpinen Tradition nicht in Kitsch und Klischee hängenzubleiben.

Aber der Formation ist die Gratwanderung geglückt, die Musik feierlich und ernst klingen zu lassen, aber in der Interpretation der bekannten und weniger bekannten Weihnachtslieder frisch und inspiriert vorzugehen. Das hört man den 18 Stücken auch an: Die fünf im Zusammenspiel perfekten Stimmen lassen ihre Vergangenheit als Regensburger Domspatzen durchscheinen, gleichwohl klingt das Resultat nicht zu sakral, sondern fest im Hier und Jetzt verwurzelt.

Stimmen der Berge Foto Michael Schorlepp

Denselben Anspruch hatten die fünf Sänger, ihre Musiker und Produzent Tommy Mustac (Calimeros, Michael Hirte, Francine Jordi, Mireille Mathieu, Hansi Hinterseer) auch bei der Instrumentierung, die sehr reduziert und zurückhaltend ist, sich nie aufdrängt, aber eben doch für die gewünschte Weihnachtsatmosphäre sorgt. Dabei stehen die Sänger immer im Vordergrund. Wie auf ihren bisherigen Alben, „Wenn die Sonne erwacht in den Bergen“, „Im Namen des Vaters“, „Das Beste“ und der in diesem Sommer erschienenen „Italienische Sehnsucht“, ist es der pure Zauber des kunstvollen Gesangs, im Zusammenklang wie auch solistisch, der die Magie der Stimmen der Berge ausmacht.

Stimmen der Berge in Hubsis Welt

Und so sehr das Album etwa mit beiden Fassungen von „Ave Maria“ (von Bach und Schubert) auch zu besinnlichen Momenten in den stillsten Stunden des Jahres einlädt, so gibt es auch Stücke, bei denen weihnachtliche Freude aufkommt. So geht es bei „Auf zur Schlittenfahrt“ durchaus rasant zu, und bei „O du Fröhliche“ bewegt sich das beschwingte Arrangement in Richtung Pop. Hier kommt gar eine E-Gitarre zum Einsatz. Denn inzwischen gibt es auch in Berghütten Strom – und für Klischees und Kitsch ist bei den Stimmen der Berge glücklicherweise kein Platz.

(Foto Stimmen der Berge oben: German Popp;
2. Foto v. unten: Michael Schorlepp
)

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