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Michael Wendler

Magdalena Steiner: "Hier ist er nun endlich, live und höchstpersönlich, kurz vor seinem Auftritt. 13.000 Leute sind hier in der König-Pilsner-Arena. Wie fühlt man sich, wenn man das weiß? Es ist alles ausverkauft!"

Michael Wendler: "Und wahrlich, in meine Garderobe kommt ja auch nicht jeder rein. Das muss man ja auch mal wissen, vor meinem Auftritt. 13.000 Fans sind da, das ist richtig. Aber das ist natürlich auch keine Seltenheit, hier in der Arena Oberhausen zu einem Wendler-Konzert. Es ist natürlich mittlerweile schon mein viertes Konzert und hier zu meinem Wohnzimmer geworden. Ich gebe natürlich nicht nur dieses eine Konzert im Jahr. Ich bin auf Dauertournee, habe 300 Auftritte und insgesamt sehen mich ja weit über eine Million Menschen und hier in der Arena Oberhausen 13.000, das kommt ja noch dazu. Das ist auch die Ausnahme. Hier gibt es Michael Wendler immer, abgesehen von 45-Minuten-Auftritten, drei Stunden live und das lieben natürlich die Fans!"

Steiner: "Klar. Wir waren vorher draußen, als die Tore noch nicht geöffnet waren, und einige Fans sind seit 8:00 Uhr Früh da!"

Wendler: "Ja also, ich erwarte ja eigentlich von meinen Fans, dass sie hier ja auch übernachten, mit Zelten und so weiter. Ich hoffe, dass ich das irgendwann mal erlebe… Aber mal Scherz bei Seite. Es ist schon wirklich beachtlich, was eigentlich manche Fans auf sich nehmen. Das kann man gar nicht in Worte fassen. Also ich bin da schwer begeistert. Man darf ja auch nicht vergessen, ich bin kein internationaler Künstler. Ich bin ja immer noch der Wendler, der Schlagersänger. Und ich freu mich natürlich, dass ich näher an mein Ziel gerückt bin, nämlich den deutschen Schlager größer zu machen als die internationale Pop-Musik. Und ich glaube, ich bin auf einen sehr guten Weg. Das kriegen wir hin!"

Steiner: "1993, wenn ich richtig informiert bin, hattest du deinen ersten Bühnenauftritt. Das habe ich heute in deiner Biographie gelesen und das ist unfassbar. Wenn dir damals jemand gesagt hätte, dass du jetzt so bekannt und in aller Munde bist, ich glaube, das hättest du auch nicht für möglich gehalten, oder?"

Wendler: "Das stimmt allerdings! Ich habe von Anfang an die Devise gehabt, ich werde niemals was covern oder nachsingen. Ich werde immer nur meine eigenen Songs schreiben und diese dann auch in der Öffentlichkeit vortragen. Natürlich wurde ich anfangs belächelt und natürlich haben die Leute sich alle gefragt, was will der Typ, sing doch mal was Bekanntes nach, was wir kennen. Aber ich bin meiner Linie treu geblieben und es war kein einfacher Weg, im Gegenteil, ein sehr, sehr steiniger. Es ist natürlich jetzt umso schöner zu sehen, wie viele Menschen zu meinen Konzerten kommen und tatsächlich vom ersten bis zum letzten Titel alle mitsingen können. Ich singe fast 30 Titel heute Abend in der Arena Oberhausen. Das kann man, glaube ich, dann auch beobachten, dass das Publikum, dass die Menschen da draußen, nach dem zwanzigsten Song nicht anfangen zu schwächeln, sondern also wirklich da sind. Für mich! Bis zum letzten Titel. Das ist einfach das Gigantische, das muss man aber auch erleben, man muss hier sein, um das verstehen zu können."

Steiner: "Heute Abend gibt es auch eine Weltpremiere und zwar singst du ein Duett mit Schnuffel. Wie ist es denn dazu gekommen?"

Wendler: "Also Jamba, der Klingelton-Hersteller, hatte die verrückte Idee und kam auf mich zu und hat mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte auf dieses Duett „Schnuffel & Wendler“. Ich bin ja immer für verrückte Sachen und habe dann sofort zugesagt. Dann kam der Hammer. Jamba hat zu mir gesagt, ob ich denn bereit wäre, den Song zu schreiben. Ich habe mich hingesetzt, habe den Titel geschrieben und Jamba angeboten. Daraus ist eigentlich praktisch der Hit geworden. Die waren total begeistert und haben sofort gesagt, das ist es, so muss es sein! Dann haben wir dieses Produkt vorangetrieben, indem dann auch ein sehr, sehr teurer Videoclip produziert wurde. Jamba hat 100.000 Euro ausgegeben für den Clip, das ist gigantisch und nicht üblich! Ich habe das Gefühl, die glauben extrem an den Erfolg der Single. Freitag ist sie ja gestartet. Ich hoffe, dass sich das dann auch bestätigt."

Steiner: "Die vorhergehenden Singles „Nina“, „Echolot“ und so weiter, das sind auch wahnsinnige Erfolge und ich glaube, das wirst du auch mit dieser schaffen. Für die Fans gibt es am 17. Oktober 2008 auch noch ein neues Best-of Album. Aber Balladen-Versionen. Was erwartet sie da?"

Wendler: "Das war immer eine ganz wichtige Sache für mich. Ich habe das ja selber gespürt. Die meisten Fans, die zu meinen Auftritten kommen, feiern richtig ab, dann fahren sie abends geschafft, geschlaucht, völlig fertig nach Hause. Da vermisst man dann eigentlich die ruhige Musik. Und da gab es von Michael Wendler kaum was. Ich habe gesagt, so, jetzt wird es höchste Zeit, dass ich ein Balladen-Album schreibe. Jetzt hat man die Möglichkeit, auf dem Nachhauseweg oder wenn man mal wirklich traurig ist oder mal alleine ist, dann einfach meine CD zu hören und sich vielleicht auch wieder besser zu fühlen. Es ist eine traumhafte Ballade nach der anderen und ich bin sehr neugierig, was meine Fans dazu sagen. Und das ist wirklich eine Weltpremiere!"

Steiner: "Danke vielmals für das tolle Gespräch. Ich glaube, dieser Auftritt heute wird ein überzeugender Anfang der Tour und bestimmt nicht das Ende."

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